Alkoholismus

 

 

"Über Alkohol spricht man nicht, Alkohol trinkt man"

 

 

So kann man eines der größten Tabuthemen

unserer Gesellschaft beschreiben.

Die Einzigen, die deutlich darüber sprechen, sind die Zahlen:

 

 

Alkohol gehört zum gesellschaftlichen Alltag in Österreich. Nur knapp 17 Prozent lassen gänzlich die Finger von der Volksdroge Nummer eins. Etwa 900.000 Österreicher dagegen konsumieren Alkohol in gesundheitsschädigendem Ausmaß. Sieben Prozent der Menschen trinken täglich Alkohol, während 72,8 Prozent gelegentlich zu Bier, Wein oder Sekt greifen. Das geht aus der Auswertung von Fragebögen der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) http://www.oegam.at hervor. Jeder zehnte Österreicher erkrankt im Laufe seines Lebens an Alkoholismus, so die Ergebnisse ÖGAM-Initiative "Der Österreichische Patient".

 

 

Die Zahl der Alkoholkranken in der Schweiz wird gemäß der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme SFA in Lausanne auf 300'000 Personen geschätzt. Weitere 300'000 haben einen schädlichen Alkoholkonsum. Zusammen mit den mitleidenden Angehörigen erhöht sich die Zahl auf über 1 Million.

Rund 100'000 Kinder leben laut Schätzungen in einer Familie, in der mindestens ein Elternteil alkoholkrank ist.

 

 

Noch immer sind Männer weitaus häufiger betroffen als Frauen. Von den mehr als 4,3 Millionen Alkoholabhängigen in Deutschland sind ca. 70% Männer, wobei die Tendenz bei Frauen steigend ist.

Auch beginnt der Krankheitsverlauf bei Männern meist früher: Während Frauen im Regelfall erst im mittleren Lebensalter auffällig zu trinken beginnen, sind bei Männern die Anfänge eines exzessiven Trinkverhaltens meist schon in der frühen Jugend erkennbar.

 

 

Alkohol ist erstmals Todesursache Nummer eins bei Männern und Frauen in Finnland. Mehr als 2.000 Menschen im Alter von 15 bis 64 Jahren starben 2005 an Alkoholvergiftung oder durch Alkohol bedingte Krankheiten, wie die Gesundheitsbehörde gestern in Helsinki mitteilte. Nahezu weitere 1.000 Menschen seien bei Unfällen oder Gewalttaten getötet worden, bei denen Alkohol im Spiel gewesen sei.
Siebzehn Prozent aller Todesfälle bei Männern im Alter von 15 bis 64 Jahren waren der Behörde zufolge im Berichtsjahr auf Alkohol zurückzuführen. Damit seien Herzkrankheiten als Todesursache Nummer eins erstmals übertroffen worden. Bei Frauen steht laut dem Bericht Alkohol mit mehr als 10,5 Prozent der Todesfälle erstmals gemeinsam mit Brustkrebs an der Spitze. "Dies ist wirklich ein Besorgnis erregender Trend", sagte Kristiina Kuussaari vom nationalen Forschungs- und Entwicklungszentrum für Wohlfahrt und Gesundheit.
Die finnische Regierung hatte im März 2004 die Steuern für alkoholische Getränke um bis zu 40 Prozent gesenkt. Damit sollte verhindert werden, dass die Finnen zunehmend die viel billigeren Alkoholika im benachbarten Russland und Estland kaufen. Kritiker hatten damals gewarnt, dies würde zu einem Anstieg des Alkoholkonsums in Finnland führen.

 

 

 

 

 

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